Nach dem Kolophon, dem Schreibervermerk am Ende des Textes, datiert er in die Zeit des Königs Marduk-balassu-iqbi, der am Ende des 9. Jahrhunderts v.u.Z. in Babylon regierte. Es handelt sich um eine Humoreske oder Anekdote um einen babylonischen Arzt aus der Stadt Isin. Der Name „Mann-der Baba“ verweist auf seinen Beruf, denn Baba ist einer der Namen der Heilgöttin, die zugleich Stadtgottheit von Isin ist. Ihr anderer Name ist Gula; unser Arzt ist zugleich Oberpriester ihres Tempels. Die Stadt Isin war seit alters für ihre Ärzte und deren Heilkünste bekannt. Der Mann aus Nippur, sein Vater und sein Onkel tragen Namen berühmter Schreiber aus der Kassitenzeit Mesopotamiens (2. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr.). Die Sprache der Namen ist Sumerisch, typisch für Schreibernamen in Mesopotamien. Schon dieser Umstand verweist den Text in das Schreiber- und Schulmilieu, was durch den Fortgang der Erzählung und den Kolophon des Textes bestätigt wird. Der Text steht in der Tradition altbabylon...