Ein spätantiker Text, in einem Kapitel der apologetischen Schrift, die Arnobius vor 310 n. Chr., geschrieben hat, bezieht sich auf das Pessinus, das Zentrum des Magna Mater-Kultes in Kleinasien und erinnert in einigen Passagen an den hethitischen Ullikummi-Mythos. Der Text ist hier in einer Übersetzung von F.A. v. Besnard (1842) wiedergegeben. Im Lande Phrygien, sagt er (Timotheus), ist ein vor allen andern unerhört großer Fels, der Agdus von den Eingeborenen der Gegend genannt wird. Von ihm entnommene Steine haben Deukalion und Pyrrha, wie Themis weissagend befohlen, auf die von Sterblichen entblößte Erde geworfen; aus welchem samt den Übrigen auch diese, welche man die Große Mutter nennt, gebildet und durch göttliche Schickung beseelt worden ist. Als sie auf des Felsens Gipfel sich der Ruhe und dem Schlafe hingab, begehrte ihrer ruchlos Jupiter mit unzüchtiger Leidenschaft. Da er aber nach langer Anstrengung das sich Verheißene nicht erlangen konnte, so büßte er, zum Nachgeben gezw...