bzw.: "Die Geschichte vom beredten Oasenmann" Die Geschichte vom beredten Bauern ist in vier Handschriften aus dem Mittleren Reich überliefert. Im folgenden soll jedoch nur auf die drei Papyri (Berlin 3023 + 3025 und Ramesseum A = Papyrus 10499) Bezug genommen werden, die sich in der Sammlung des Ägyptischen Museums Berlin befinden. Zusammenfassung: Der niedrig gestellte Bauer Chui-ni-Anup (auch Chu-en Anubis) zieht von seinem Wohnort, dem Wadi Natrun aus ins Niltal, um dort Produkte zu verkaufen. Im Niltal wird er unter fadenscheinigen Vorwänden vom leibeigenen Pächter Thot-Nacht oder, nach anderen Handschriften, Nemti-Nacht, seiner gesamten Habe beraubt. Chui-ni-Anup geht daraufhin nach Herakleopolis und wendet sich an Rensi, den Besitzer und Vorgesetzten des Nemti-Nacht und Obervermögensverwalter des Königs. Rensi berät sich mit seinen „Räten“ und lässt die Bitte des Chui-ni-Anup unbeantwortet. Daraufhin beginnt der Bauer, Klagereden gegen Rensi zu erheben, in ...