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Hymne an Enlil


01. Herr, der das Schicksal des Landes (Sumer) kennt, Angesehener durch sich [selbst],
02. Mullil, Herr, der das Schicksal des Landes (Sumer) kennt, Angesehener durch sich selbst!
03. Vater Mullil, Herr aller Länder,
04. Vater Mullil, Herr des rechten Ausspruchs,
05. Vater Mullil, Hirte der ›Schwarzköpfigen‹, 
06. Vater Mullil, Schauender durch sich selbst,
07. Vater Mullil, Wildstier, der das Heer in Unruhe versetzt,
08. Vater Mullil, der einen falschen Schlaf schläft!
09. Lagernder Wildstier, der das Vieh nicht auseinandertreibt,
10. Mullil, Kaufmann des Ki’ur, 
11. Herr, dessen Waage reichlich misst, 
12. Herr, dessen! Gewichte Angehäuftes vermehren, 
13. Herr, dessen Wohnsitz die Städte plündert,
14. dessen Schlafstätte um die Befehle weiß!
15. Vom Land des Sonnenaufgangs bis zum Land des Sonnenuntergangs
16. gibt es im Land keinen Herrn – du bist es, der die Herrschaft ausübt –,
17. Mullil, gibt es in den Ländern keine Herrin – deine Gemahlin ist es, welche die Herrschaft ausübt,
18. Gewichtiger, der Regen des Himmels, das Wasser der Erde ist fürwahr bei dir vorhanden,
19. Mullil, das Leitseil der Götter ist fürwahr bei dir vorhanden,
20. Vater Mullil, du bist derjenige, der den Flachs wachsen lässt, derjenige, der die Gerste wachsen läßt,
21. Mullil, dein Schreckensglanz läßt die Fische in der Wassertiefe kochen,
22. (und) läßt die Vögel im Himmel, die Fische in der Wassertiefe den Leib füllen (= aufblähen)!
23. Vater Mullil, das erhabene lidga(-Maß) bringst du, bis zum Rand gießt (= befüllst) du den Korb,
24. Herr des Landes, das barig(-Maß) bringst du, den Korb für den Handel trägst du,
25. Vater Mullil, der Ehrbare wurde mit dem Falschen getauscht.

25 sind seine Zeilen, Eršemma(-Lied).


Mullil = Emesal für Enlil

altbabylonisch, Larsa, British Museum, London (BM 13963)
ér-šèm-ma, »Weinen zur šèm-Pauke«

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