CTH 363 Inhalt dieser Erzählung ist hauptsächlich das aus dem Hurriterland bekannte Motiv der Kindesaussetzung, die in Anatolien aus zwei weiteren Erzählungen mit historischem Kern bekannt ist: aus der Geschichte von der »Königin von Kanesch mit ihren 30 Kindern« (vgl. oben) und der Anumhirbi-Legende (CTH 3). Es ist möglich, dass diese Erzählung einen Teil des Appu-Märchens darstellt Vs. II Anfang der Kolumne bruchstückhaft. 46 Unter dem Ölbaum 47 weidet eine prächtige 48 Kuh. Die Hirten haben sie stets hierher getrieben; 49 aber einmal entkam sie den Hirten und lief weg. 50 Sie weidet frei in den Wiesen. Artati-Pflanzen, 51 Blumen, frisches Gras frisst sie. Sie 52 fraß sich fett, und die Kuh wuchs nun sehr gut. 53 Sie ernährte sich sehr gut. Der Sonnengott sah vom Himmel herunter 54 auf die Kuh. Die Lust sprang in ihm und er verwandelte sich zu einem Jüngling 55 und stieg vom Himmel herab....