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Gilgamesch-Epos

Das Epos hat seinen Ursprung im Sumerischen Reich in Mesopotamien. Aus sumerischer Zeit sind einige wenige Tontafeln in sumerischer Keilschrift mit Fragmenten des Epos bekannt. Der Großteil ist durch jüngere babylonische Tontafeln überliefert, die in der Tontafelbibliothek Assurbanipals (669 - 627 v.u.Z.) gefunden wurden. Die Tafeln sollen von dem Dichter Sin-leqe-unnini stammen, der im 12. Jahrhundert v.u.Z. gelebt hat. Das Epos wurde mit ca. 3600 Verszeilen auf 11 Tafeln in Ninive verfasst, die außer den Heldentaten des Königs Gilgamesch auch die weltweit verbreitete Erzählung von einer großen Sintflut beinhaltet. Das sumerische Epos von Gilgamesch wurde später auf einer 12. Tafel ergänzend hinzugefügt. Die 12. Tafel beinhaltet als einzige den Unterwelt-Mythos, in dem König Gilgamesch zeitweilig als Richter gewirkt haben soll. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Keilschriftdichtungen zum Gilgamesch-Epos in vier Sprachen geschrieben sind, und sie innerhalb des langen Zeitraumes…
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Fragment zur Totenwelt

Das folgende kleine Fragment erzählt von dem kümmerlichen und elenden Dasein der Toten in der Unterwelt; die Legende stellt ein Unikum innerhalb des hethitischen Schrifttums dar, so daß wir nicht wissen, welcher ethnischen Schicht sie entstammen könnte. Babylonische oder hurritische Herkunft ist jedoch nicht ausgeschlossen. 
Texte: KBo 22.178 + KUB 48.109; die Tontafeln werden in Ankara aufbewahrt.

02 Und die Bösen
03 Dunstglocke hält ihn (ab), und er kann sie nicht erkennen.
04 Der eine kann den anderen nicht erkennen;
05 die Schwestern von der gleichen Mutter können einander nicht erkennen.
06 Brüder vom selben Vater können einander nicht erkennen.
07 Die Mutter kann ihren Sohn nicht erkennen.
08 Das Kind kann seine Mutter nicht erkennen.
09 [… ] kann nicht erkennen.
10 [... ] kann nicht erkennen.

01 Sie können nicht von einem schönen Tisch essen.
02 Von einem schönen Stuhl
03 können sie nicht essen. Aus einem schönen Becher
04 können sie nicht trinken. Gute Speisen können sie ni…

Mythos der Göttin Inara

Inar ist eine hethitische Landesgöttin hattischen Ursprungs, die der Natur, dem ländlichen Raum und den wilden Tieren verbunden ist. Sie ist die Stadtgöttin von Ḫattuša. Ihr hattischer Name lautet Inar, der hethitische Name Inara. Inar gilt als Tochter des obersten hethitischen Götterpaares, des Wettergottes Tarḫunna und der Sonnengöttin von Arinna. Gemeinsam mit ihren Eltern bildete sie in althethitischer Zeit die Staatstrias. Die Muttergöttin Ḫannaḫanna verspricht Inar in einem Textfragment, dass sie ihr Land - möglicherweise Ḫattuša? - und einen Mann geben werde. Ob besagter Mann mit Ḫupašiya aus dem Illuyanka-Mythos identisch ist oder nicht, ist ungewiss.

CTH 336.1
Citatio: E. Rieken et al. (ed.), hethiter.net/: CTH 336.1 (TRde 2009-08-27)

1 -- Für Zababa libiert er es.
2 -- Auf dem Feld [ ... ] aus Stein [ ... ]
3 -- [ ... ] Messer [ ... ] ein Werkzeug [ ... ]
4 -- Sein [ ... ] aus Gold.
5 -- [ ... ] aber ihnen drei kleine [ ... ], zwei GIŠšuwarti [ ... ]
6 -- Hier aber legt…

Verschwinden und der Wiederkehr des Wettergottes

CTH 325: Mythos vom Verschwinden und von der Wiederkehr des Wettergottes (mugawar)
Dieser Text hat größere Passagen, die fast wortwörtlich den entsprechenden der Telipinu-Texte gleichen. Ein Thema ist hier allerdings breiter ausgeführt als in allen anderen entsprechenden Ausformungen des Mythos: Der Vater des zürnenden Wettergottes geht zu seinem Vater und fragt danach, wer „gesündigt“ und so den Anlass zum Zorn des Wettergottes gegeben hat.
Auf die Beschuldigung durch seinen Vater, er selbst sei es gewesen, der dies bewirkt
hat, sucht der Vater des Wettergottes die Göttin Ḫannaḫanna auf und fragt diese um
Rat. Dieser Passus ist nach der erfolglosen Suche des Adlers eingefügt.
Ḫannaḫanna beruhigt nun mit der Bemerkung, ganz gleich, ob der Vater des Wettergottes
gesündigt habe oder nicht, sie werde die Sache in Ordnung bringen; danach schickt sie die
Biene aus, den Wettergott zu suchen, worauf der Text wieder parallel zum Telipinu-Mythos läuft. Hier zeigt sich eine zentrale Aussage all …

Gebet an die Sonnengöttin der Erde

CTH 371.1
Citatio: E. Rieken et al. (ed.), hethiter.net/: CTH 371.1 (TRde 2016-11-24) 

01 -- Und der König libiert vor der Sonnengöttin der Erde und den (anderen) Göttern
02 -- und spricht diese Worte: 
03 -- Gnade, Sonnengöttin der Erde!
04 -- Der König hier ruft dich gerade persönlich an.
05 -- Er [ betet?] für sich.
06 -- [ ... ], strenge dich für ihn an.
07 -- Er hat dich zu (seinem persönlichen) Gott gemacht.
08 -- Er hat [ ... ] ergriffen.
09 -- Er kniet sich (jetzt) nieder auf die Erde. 
10 -- Wenn sein Vater ihn verleumdet hat,
11 -- dann höre DU ihn nicht!
12 -- Wenn seine Mutter ihn verleumdet hat,
13 -- dann höre DU sie nicht!
14 -- Wenn sein Bruder ihn verleumdet hat,
15 -- dann höre DU ihn nicht!
16 -- Wenn seine Schwester ihn verleumdet hat,
17 -- dann höre DU sie nicht!
18 -- Wenn sein angeheirateter Verwandter (oder) sein Freund ihn verleumdet hat,
19 -- dann höre DU ihn nicht!

20 -- Neige deine gütigen Augen!
21 -- Hebe (deine) tausend Wimpern
22 -- und [ ... ] blick…

Das Lied vom Silber

CTH 364.1
Citatio: E. Rieken et al. (ed.), hethiter.net/: CTH 364.1 (TRde 2009-09-02)
1 -- Niemand feiert den Sonnengott,  ... Ištar von Ninive ... ]
2 -- Niemand kennt seinen Verstand.
3 -- Auch sein Wort  … als ihre? Worte …
4 -- Seine Weisheit [ ... ] als ihre? Weisheit [ ... ]
5 -- Sein Kampf  ... seine Pracht …
6 -- Ihr göttliches Walten ist jedoch für ihn nicht größer als sein göttliches Walten.
7 -- Ich besinge es, das erstklassige Silber [ ... ]
8 -- Weise Männer berichteten mir  ... des Waisenkindes.
9 -- Es existierte nicht(s).
10 -- Früher [ ... ] dem Silber [ ... ]
11 -- Auch [ ... ] kennen nicht [ ... ]
12 -- [ …] Männer aber eilten zur Schlacht.
13 -- [ ... ] existierte nicht.
14 -- Das Getreide … 
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CTH 364.2
Citatio: E. Rieken et al. (ed.), hethiter.net/: CTH 364.2 (TRde 2009-09-02)
1 --[ ... ]
2 --[ ... ] gingen [ ... ] 
3 --[ ... ] das Feuer [ ... ] 4 --[ ... ] aus Alabaster [ ... ] 5 --Jeder  ... Wettergott …   6 --[ .…

Mythos des Verschwindens von Ḫannaḫanna

Ḫannaḫanna (von Hittite ḫanna - " Großmutter ") ist eine hurritische Muttergöttin , die mit der sumerischen Göttin Inanna verwandt ist oder von ihr beeinflusst wird. Ḫannaḫanna wurde auch mit der hurritischen Göttin Hebat identifiziert.
https://en.wikipedia.org/wiki/Hannahannah

Ḫannaḫanna ist eine hethitische Muttergöttin, die oft in hattischen Mythen auftaucht. Ihr Name bedeutet "Urgroßmutter" (von hethitisch ḫanna- = Großmutter). Sie wurde mit der mesopotamischen Muttergöttin Dingirmaḫ ("große Göttin") gleichgesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ḫannaḫanna


CTH 334.1.1
Citatio: E. Rieken et al. (ed.), hethiter.net/: CTH 334.1.1 (TRde 2009-08-26)

09 -- Auch der Ḫannaḫanna Wut, Zorn,Frevel, Ärger sollen nicht auf das gedeihende Feld, in den Wald und den Weingarten gehen!
10 -- Sie sollen den Weg der Sonnengöttin der Erde gehen!
11 -- In der dunklen Erde stehen bronzene Gefäße.
12 -- Ihre Deckel (sind) aus Blei.
13 -- Was hinein kommt,
14 -- kommt nicht wieder n…

Telipinu-Mythos

Telipinu (auch Telipuna; hatt. Talipinu) ist ein Vegetationsgott der Hethiter, den sie von den Hattiern übernahmen.

Der Mythus vom Verschwinden Telipinus ist in hethitischen Ritualtexten überliefert. Danach zieht sich Telipinu aus Zorn zurück und verschwindet, dadurch sind Feuer, Altäre und Tiere wie gelähmt und Unfruchtbarkeit überzieht das Land. Die Sonnengöttin versammelt die Götter und schickt den Adler aus, um Telipinu zu suchen. Nach erfolgloser Suche begibt sich Telipinus Vater zur Muttergöttin Ḫannaḫanna. Darauf wird der Text des Mythos unterbrochen und Besänftigungsopfer an Telipinu beschrieben mit einigen unklaren Götterepisoden. Der Mythos geht weiter, indem die Muttergöttin eine Biene aussendet, die Telipinu in einem Hain bei der Kultstadt Liḫzina findet. Die Biene sticht Telipinu, der darauf noch mehr erbost, sich aber dann von der Biene besänftigen lässt und zurückkehrt. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Telipinu_(Gottheit)


Die Beschreibung der Notzeit in CTH 324.1
§ 2
(a) D…