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Gilgamesch-Epos

Das Epos hat seinen Ursprung im Sumerischen Reich in Mesopotamien. Aus sumerischer Zeit sind einige wenige Tontafeln in sumerischer Keilschrift mit Fragmenten des Epos bekannt. Der Großteil ist durch jüngere babylonische Tontafeln überliefert, die in der Tontafelbibliothek Assurbanipals (669 - 627 v.u.Z.) gefunden wurden. Die Tafeln sollen von dem Dichter Sin-leqe-unnini stammen, der im 12. Jahrhundert v.u.Z. gelebt hat. Das Epos wurde mit ca. 3600 Verszeilen auf 11 Tafeln in Ninive verfasst, die außer den Heldentaten des Königs Gilgamesch auch die weltweit verbreitete Erzählung von einer großen Sintflut beinhaltet. Das sumerische Epos von Gilgamesch wurde später auf einer 12. Tafel ergänzend hinzugefügt. Die 12. Tafel beinhaltet als einzige den Unterwelt-Mythos, in dem König Gilgamesch zeitweilig als Richter gewirkt haben soll. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Keilschriftdichtungen zum Gilgamesch-Epos in vier Sprachen geschrieben sind, und sie innerhalb des langen Zeitraumes…
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Bücher- und Linkliste zu Sumer

deutschsprachige Bücher

AOAT-257 Untersuchungen zu den lokalen Panthea Süd- und Mittelbabyloniens in altbabylonischer Zeit.
2., verbesserte und erweiterte Auflage
Thomas Richter
ISBN 3-934628-50-8
Ugarit Verlag
In diesem Buch werden die einzelnen Kulte zu einelnen Gottheiten in verschiedenen Städten Sumers untersucht. Dabei sind natürlich schon starke akkadische Einfüsse erkennbar. Auf die Synkretisierung verschiedener Gottheiten wird auch eingegangen.

AOAT-305 Mesopotamisches Zeichenlexikon.
Zweite, revidierte und aktualisierte Auflage
Rykle Borger
ISBN 978-3-86835-043-2
Ugarit Verlag 2010
Das ist das Standardwerk für Keilschriftzeichen. Der Fokus liegt deutlich auf der akkadischen Bedeutung der Zeichen, wobei durchaus auf Alt-Akkadisch und Sumerisch eingegangen wird. Es ist kein (vollständiges) Glossar, sondern als Referenz für die sogenannten "mittelassyrischen" Zeichen zu sehen. "Archaische" Zeichen etc. findet man in diesem Werk nicht.

AOAT-365 „Wie die Sonne tr…

Qumran, Hymnen-Rolle (1QH 3)

1 [...] w b j [...]
2 [...] h b [...] l w [...]
3 [...] lî ha'îrôtâh pânaj [...]
mir hast du erleuchtet mein Antlitz ...
4 [...] le-kâh bi-kebôd °ôlâm °im kôl [...]
für dich in Herrlichkeit, ewig, mit allen ...
5 [...] pîkâh wat- tazzîlenî m [...] w m [...]
deines Mundes, und du rettetest mich v[or] ... ...
6 [...] ° t h näpäsch [...]
... Seele ...

jacheschîbûnî waj-jâshîmû napeschi[j] ke-'ônîjâh bi-[me]zôlôt [jâm]
Sie achteten mich und machten [meine] Seele wie ein Schiff auf hoher [See]

7 û- ke- °îr mibezâr mil- li- pe[nê 'ôjeb]
und wie eine Stadt-Festung vor…

Die Kinder des Baal

Baal war der Sohn Dagons. Nachdem die Götter ihm einen prächtigen Palast erbaut hatten, ging er doch wie früher seiner Lieblingsbeschäftigung, der Jagd nach. Dorthin folgte ihm eines Tages seine göttliche Schwester, die Jungfrau Anat, über deren Kommen sich Baal sehr freute. Baal hatte gerade einige von den Wildstieren getötet. Dabei hatte er sich in einen Stier verwandelt. Seine Schwester Anat erkannte ihn dennoch, und sie gab sich ihm willig hin, als er sie darum bat. Baal aber schwängerte und sie gebar ihm einen Stier. Baal, der auch Had gerufen wurde, war nach dem Liebesakt wieder auf seinen Berg, in seinen Palast, zurückgekehrt, um sein Regiment wahrzunehmen. Dort erreichte ihn die freudige Botschaft, dass ihm seine Schwester einen Sohn geboren hatte, einen Stier; denn Anat hatte sich selbst auf den Weg zu ihm gemacht und ihm zugerufen: Ich bringe eine frohe Botschaft für Baal, für den Gebieter Dagon, denn ein Stier wurde Baal geboren, ein Rind dem, der auf Wolken einherfährt! E…

Hochzeit der Götter

Ich singe von Nikkal und ich singe von Hrhb(?), König des Sommers;
Hrhb(?) König von [...] in [...] der Sonne,
der Mond im [...]
sie trägt den Wohlwollenden in sich. O Kotharat, O Töchter von Hilal [...]
Siehe! Eine Tochter wird einen Sohn in sich tragen [...]
Sagt! Sehet! für seine Liebe wird sie [...]eth
[...] mein Blut zu seinem Fleisch [...]
[...] wie sie-die-ist-gedacht-für-die-Hochzeit.
Höre O Göttinnen, O Katharat [...]
zu ihrem Vater [...] Baal, der Sohn
von Dagon, sie [...]eth.
Höre, O Kotharat von Hilal, O Schwalben!
Yarih, Beleuchter des Himmels, sende an Hrhb(?),
dem König des Sommers: "Gebe Nikkal!
Yarih wird den Terhatu[Brautpreis?] zahlen [...] in
ihrem Haus und du wirst sie besitzen indem du ihrem Vater
das Mohar[Mitgift?] übergibst. Tausende Shekel von Silber
und Myriaden von Gold.
Ich werde Juwelen von Lapis Lazuli senden.
Ich werde ihr Land zu Weinbergen machen;
das Land ihrer Freunde zu Obstgärten."
Und Hrrb(?), der König des Sommers, sagte: "…

Vernichtung der Menschheit

in Stichpunkten kurz zusammengefasst:

· Die Menschen planten einen Aufstand gegen Re. Daraufhin rief er den Götterrat zusammen. Unter ihnen war Schu, Tefenet, Geb, Nut, Nun und Hathor.
· Es wurde beschlossen, dass Re sein „Auge“ (Auge des Re) zu den Menschen schicken sollte, damit es sie bei ihrer Flucht in die Wüste abschlachten konnte.
· Die „Göttin“ (Auge des Re) begann das Gemetzel in der Gestalt Sachmet’s.
· Nach einem Tag Gemetzel bekam Re Mitleid mit den Menschen. Doch das „Auge des Re“ in Gestalt der Sachmet war unkontrollierbar geworden und im Begriff die ganze Menschheit auszurotten. Nur durch eine List von Re gelang es ihm, das „Auge“ zu stoppen.
· Re trat nach diesem Ereignis zurück und überließ Thoth die Herrschaft über Ägypten. Er zog sich in das Himmelreich zurück, um ein bisschen Ruhe zu find

Horus-Seth-Streit

kurz in Stichpunkten erzählt.

· Im göttlichen Gerichtssaal wurde der Streit bereits seit 80 Jahren verhandelt. Ra war der Vorsitzende
· Horus und Seth beanspruchten beide den Thron des Landes nach dem Tod von Osiris (Vater von Horus; Bruder von Seth), der als guter und gerechter Herrscher das Land regierte
· Seth hatte Osiris getötet, weil er zum ersten die Herrschaft über Unterägypten haben wollte (das offensichtlich mehr Wert war als seine Herrschaft über Oberägypten) und weil Osiris seine Frau Nephthys (nach ihrem Willen) geschwängert hatte.
· Der Götterrat konnte sich nicht einig werden. Einige hielten Horus zu jung. Sie waren von Seths Stärke beeindruckt, der die Feinde von Re (vor allem Apophis) bekämpfte. Hauptsächlich setzten Neith, Osiris, Thot und Schu sich für Horus ein.
· Das Gericht konnte sich nicht einig werden und lud Ptah und den Widdergott von Mendes vor. Aber auch die beiden konnten kein Urteil abgeben. Daraufhin wurde Neith vorgeladen.
· Neith (die uralte Göttin) stand …

Isis erpresst Ra, seinen Namen zu nennen

Oft hat Isis gezeigt, wie sie Heka, die Magie – meist Gefährte und Helfer des Ra - , beherrschte. Von ihr wurde erzählt, dass sie ihres Lebens unter den Menschen überdrüssig geworden war und unter Göttern und Sternen zu leben wünschte. Sie überlegte sich, ob sie nicht die Herrin der Erde und die Herrscherin aller Göttinnen werden könne, und hoffte diese Stellung von Ra dadurch zu erpressen, dass sie seinen geheimgehaltenen Namen herausbrächte. Für die Ägypter war mit dem Glauben an Zaubersprüche und Beschwörungen die Vorstellung verbunden, dass man durch das Wissen eines Namens Macht über die betreffende Person bekäme, entweder weil damit der Schlüssel zu ihrem Wesen gegeben war (denn die Person war vom Namen nicht zu trennen) oder weil man so die Möglichkeit gewann, Zaubersprüche gegen den Betreffenden auszusprechen.

Isis nutzte die Tatsache, dass Ra alt geworden war und ihm der Speichel vom Munde troff, für sich. Aus diesem auf die erde fallenden Speichel und dem sich damit verbinden…