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Keret-Epos


Die Motive des zitierten, kanaanitäischen Hymnus finden sich wohl in Psalm 65 der Bibel für Jahwe wieder.

KRT A - Spalte 1
Bezüglich "Keret"
[...] König [...]
[...] Keret dem Noblen [...]
Naaman dem Jüngling von El[...]
Das Hasu eines Königs ist zerstört,
welches hatte sieben Brüder, acht Mütter Söhne.
Kerets Nachkommenschaft ist ruiniert,
Kerets Basis ist untergraben.
Seine gesetzmässige Frau fand er,
seine rechtmäßige Partnerin:
er heiratete diese Frau und sie ist dahingeschieden.
Das Fleisch des Königstums hatte er:
ein Drittel starb bei der Geburt,
ein Viertel durch Übelkeit,
ein Fünftel durch Pestilenz auf sich selbst gebracht,
ein Sechstel verschlang die See,
ein Siebtel fiehl durch das Schwert.
Er sieht seine Nachkommenschaft, das tat Keret;
Er sieht seine Nachkommenschaft ruiniert,
völlig untergraben ist sein Thron,
in seiner Gesamtheit ist seine Nachkommenschaft zugrunde gegangen,
und im Ganzen seine Nachfolge.
Er betrit seinen Raum, er weint,
seine privaten Gemächer und er schreit auf.
Seine Tränen fallen wie Shekel zu Boden.
Sein Bett war nass geworden durch sein Weinen und er schlief ein in seinem Schreien.
Der Schlaf kam über ihn und er lag, schlummernd und er lehnte sich zurück.
Und in seinem Traum stieg El herab, in seiner Vision der Vater der Menschheit.
Und ER kam näher und fragte Keret:
"Was bedrückt dich, Keret der so weint, dass er schreit, Namman der Jüngling des El?
Ist es das Königstum des Bullen, seines Vaters, das er begehrt,
oder Autorität wie die des Vaters der Menschheit?"
[Hier bietet El zweifelslos Keret Gold, Silber und ewige Sklaven an.
Aber Keret antwortet:]
"Welchen Nutzen hätte ich von Silber und gelbem Glitzer?"

KRT A - Spalte 2
"[Gold]
[und] ewige Sklaven; einen Stallknecht,
Pferde, Streitwagen aus dem Stall eines Sohnes einer Kammerzofe?
[Gewähre das]ich Kinder habe;
[Gewähre das]ich meine Nachkommenschaft mehre."
Und der Bulle, sein Vater El antwortete:
"Genug von deinem Jammern, Kerte;
vom Geschreib, Naaman dem Jüngling des El.
Du sollst dich selbst waschen und schminken.
Wasche deine Hände bis zu den Elenbogen, deine Finger bis zu den Schultern.
Betrete den Schatten eines Pavilion.
Nimm ein Lamm in deine Hand, ein Lamm des Opfers in deine rechte Hand,
ein Kitz in die andere Hand.
[...]
Nimm ein Msrr(?), eine Vogel des Opfers.
Giesse Wein in eine Schale aus Gold.
Besteige die Spitze eines Turmes.
Und besteige die Spitze eines Turmes; besteige das Obere der Wände des Turmes.
Erhebe deine Hände zum Himmel.
Opfere dem Bullen, deinem Vater El.
Ehre Baal mit deinen Opfern, dem Sohn von Dagon, mit deinen Gaben.
Dann steige herab ,Keret, vom Hausdach.
Bereite dir Korn aus der Kornkammer, Mehl aus dem Lagerhaus.
Lass Brot im fünften Monat backen,
Nahrung im sechsten Monat.
Mustere Ngb(?) und lass es vortreten,
die Menge der Truppen von Ngb.
Und lasse die versammelten Unmengen vortreten, deine Truppen, eine mächtige Kraft:
drei hundert Myriaden;
Serfs(?) ungezählt,
Bauern unsagbar.
Sie marschieren in in tausend Serried(?),
und in Myriaden Massed(?).
Nach zwei marschieren zwei;
nach drei, alle voh ihnen.
Der einzelne Mann schliesst sein Haus;
die Witwe zahlt sich selber aus;
der Kranke wird in seinem Bett getragen;
der Einäugige blinzelt mit einem Auge.
Und auch der frisch verheiratete tritt vor, er geht zu einer anderen,
seine Frau zu einem Fremden,
sein so geliebte, sie sind wie Heuschrecken, die in der Steppe leben."

KRT A - Spalte 3
"wie Grashüpfer an den Grenzen zur Wüste.
Marschiere eine Tag und einen zweiten, einen dritte, einen vierten Tag,
einen fünften, einen sechsten Tag.
Halte inne beim Sonnenaufgang des siebten Tages wenn du bei Udum dem Großen,
sogar bei Udum dem Gewaltigen, ankommst.
Und dort greifst du die Siedlungen an, harass(?) die Dörfer.
Fegst von den Feldern die Holzschneider,
von den Dresch-Fluren die Strohpflücker.
Fege vom den Quellen die Frauen, die dort arbeiten,
vom Brunnen die Frauen, die dort abfüllen.
Verweile einen Tag und einen zweiten,
einen dritten, einen vierten Tag, einen fünften, einen sechsten Tag.
Deine Pfeile schiesse noch nicht in die Stadt, schleudere auch nicht deine Steine.
Und halte inne beim Sonnenaufgang des siebten Tages, König Pabel wird schlafen
bis zu dem Geräusch des Wiehern seines Hengstes,
bis zu dem Geräusch des Blöcken seines Esels,
bis zu dem Brüllen seines Pflugochsen,
dem Heulen seines Wachhundes.
Dann wird er zwei Boten schicken, zu dir, zu Keret, zum Feldlager
'Nachricht von König Pabel: Nimm Silber und gelb glitzerndes Gold
[...] und ewige Sklaven, eine Stallknecht, Pferde und Streitwagen aus einem Stall
einer Kammerzofe.
Nimm Keret - mache Frieden - mache Frieden!
Und flieh Oh König, von meinem Hof. Verärgere nicht Udum den Großen, sogar Udum den Gewaltigen.
Udum ist ein Geschenk von El, sogar ein Geschenk von dem Vater der Menschheit'
Dann schickst du die beiden Boten zurück
'Welchen Nutzen hätte ich von Silber und gelb-glitzerndem Gold [...] ewigen Sklaven,
einem Stallknecht, Pferden, Streitwagen aus dem Stall einer Kammerzofe?
Etwas was ich noch nicht besitze sollst du mir geben!
Gieb mir die Frau Hurriya, die Beste aus der Nachkommenschaft der Ertgeborenen;
dessen Anblick ist wie der von Anath, deren Schönheit ist wie die von Ashtoreth;
deren Augen so rein sind wie reinsten Lapis Lazuli, deren Pupilen den glanz eines Gewandes[...]
lass mich in dem Leuchten ihrer Augen baden, was El mir in meinen Träumen angekündigt hat,
in meiner Vision vom Vater der Menschheit.
Und lass sie Nachwuchs bringen für Keret,
dem Jüngling und Diener von El'"
Keret sah sich um und ews war ein Traum gewesen;
der Diener des El und es war eine Fantasy.
Er wusch und schminkte sich selbst;
er wusch seine Hände bis zu den Elenbogen,
seine Finger bis zu den Schultern.
Er betrat den Schatten eines Pavilion.
Er nahm ein Lamm des Opfers in seine Hand,
ein Kitz in die andere Hand,
[...]Er nahm ein Msrr(?), eine Vogel des Opfers.

KRT A - Spalte 4
Er goss Wein in eine Schale aus Silber,
Honig in eine Schale aus Gold. Und er bestieg
die Spitze eines Turms, er bestieg die Spitze
der Wände. Er erhob seine Hänge zum Himmel.
Er opferte zu dem Bullen, seinem Vater El.
Er ehrte Baal mit seinem Opfer, dem Sohn von Dagon
mit seiner Gabe. Keret stieb hinab vom Dach. Er bereitete Korn
aus der Kornkammer, Mehl aus dem Lagerraum.
Brot wurde gebacken am fünften,
Nahrung am sechsten Monat.
Er musterte Ngb und hervortraten die Mengen der Truppen von Ngb.
Und sie kamen hervor und versammelten sich.
Eine Vielfachheit, seine Truppen, eine mächtige Kraft:
dreihundert Myriaden.
Sie marchierten in Tausend Serried(?),
und in Myriaden Massed(?).
Nach Zwei, marschieren zwei;
nach drei, alle von ihnen.
Der einzelne Mann schliesst sein Haus;
die Witwe zahlt sich selber aus;
der Kranke wird in seinem eigenen Bett getragen;
der Einäugige zwinkert mit dem einen Auge.
Und zu ihnen hinzugefügt wird der frischverheiratete Bräutigam:
er geht zu einer anderen Braut,
und zu einem Fremden geht seine geliebte Frau.
Sie sind wie Heuschrecken die in der Steppe leben,
wie Grasshüpfer an den Grenzen der Wüste.
Sie marschierten einen Tag und einen zweiten. Dann beim
Sonnenaufgang des Dritten, kamen sie zu der Heiligkeit
Asherah von Tyrem wie zu Elath von Sidon. Dort
rief Keret der edle:
"Wie Asherah von Tyre unter uns ist, soe ist Elath von Sidon!
Wenn ich Hurriya in mein haus aufnehme, bringe ich die Freundin zu meinem Hof,
das zweifache von ihr werde ich an Silber geben, und das dreifache von ihr an Gold."
Er marschierte einen Tag und einen zweiten;
einen dritten, einen vierten Tag.
Dann beim Sonnenaufgang des vierten,
kam er bei Udum dem großen,
auch Udum dem Giganten an.
Er grief die Siedlungen an, harassed(?) die Dörfer.
Er fegte die Holzschneider von den Feldern und von den
Dreschfluren die Strohpflücker.

KRT A - Spalte 5
Er fegte von den Quellen die Frauen, die dort arbeiten
und von den Brunnen die Frauen, die dort abfüllen.
Er wartete einen Tag und einen zweiten;
einen dritten, einen vierten Tag;
einen fünften, einen sechsten Tag.
Und er hielt inne am Sonnenaufgang des siebten Tages,
König Pabel schlief
bis das Geräusch des Wieherns seines Hengstes
bis das Geräusch des Blöcken seines Esels
bis zum Brüllen seines Ochsen
bis zum Heulen seines Wachhundes.
Auf einmal rief er laut zu seiner Frau:
"Höre!, Ich bitte dich,
O [...] meine Ehefrau [...]
[...] Nachricht
[...]
[...] er packte
[...] seine Hand
[...] werde ich sicher senden."
Lautstark rief er zu [...]
"O [...] besteige einen Esel
[...] bereit
[...]
[...] opfere
[...]
[...] euer Gesicht sollt ihr auf Keret den noblen richten.
und sagt zu Keret dem noblen:
'Nachricht von König Pabel
Nimm Silber und gelb glitzerndes Gold;
[...]
treue Sklaven; einen Stallmeister, Pferde, Streitwagen
aus dem Stall einer Kammerzofe.
Nimm Keret, mache Frieden, mache Frieden.
Verärgere nichtUdum den großen, gar Udum den Giganten.
Udum ist ein Geschenk von El, gar ein Geschenk von dem Vater der Menschheit.
Und fliehe, Oh König von meinem Haus;
ziehe dich zurück von meinem Hof'"

KRT A - Spalte 6
[Ohne Zweifel wird hier beschrieben, wie die angekündigten Aktionen ausgeführt werden.]
[...]zu Keret dem edlen.
Sie erheben ihre Stimmen und schreien:
»Nachricht von König Pabel:
Nimm Silber und gelb-glitzerndes Gold; [...]
und treue Sklaven; einen Stallknecht, Pferde, Streitwagen aus dem Stall einer Kammerzofe.
Nimm Keret; mache Frieden; mache Frieden.
Verärgere nicht Udum den großen, gar Udum den Giganten.
Udum ist ein Geschenk von El, ein Geschenk von dem Vater der Menschheit.
Ziehe dich zurück, O König, aus meinem Haus;
fliehe O Keret von meinem Hof.«
Und Keret der Edle antwortete:
»Was hätte ich von Silber und gelb-glitzerndem Gold; [...]
und treuen Sklaven; einem Stallknecht, Pferden, Streitwagen aus dem Stall einer Kammerzofe?
Einen Besitz, über den ich nicht verfüge, sollst du mir geben!
Gebe mit Frau Hurriya, die feinste aus dem Geschlecht der Erstgeborenen;
deren Anlitz ist wie das Anlitz von Anath, deren Schönheit ist wie die Schönheit von Ashtoreth;
deren Augen sind wie reinstes Lapis Lazuli, deren Pupilen glänzen wir Granat;
welche mir in einem Traum von El versprochen wurde;
in meiner Vision von dem Vater der Menschheit.
Und lass sie Nachkommen für Keret tragen; einen Diener für El«
Die beiden Boten gingen fort, sie kommen wieder.
Sie wandten ihr Gesicht zu König Pabel.
Sie erhoben ihre Stimme und riefen aus:
»Nachricht von Keret dem edlen, Wort von Naaman dem [...]«

KRT B - Spalte 1
[So wie es aussieht, sollte diese Tafel direkt auf die weiter oben folgen, so würde der Anfang dieser Tafel den Ankündigungen weiter oben entsprechen,]
[Und König Pabel antwortete:]
»Kehrt zurück zu Keret:
Nun gut, du mags sie haben, aber sie ist ein sehr schmerzhafter Verlust für uns.
Jeder liebt sie, weil sie für uns die Tugendhaftigkeit verkörper.
Die Hungrigen nahm sie an ihre Hand, die Durstigen nahm sie an ihre Hand.
Sie werden ihr klagend folgen zu Keret, zum Feldlager.
Wie die Kuh nach ihren Kälb ruft [...] für ihre Mütter, so wird auch Udum heulen«
Die zwei Boten gingen fort, sie kehrten zurück.
Sie wandten ihr Gesicht zu Keret dem Edlen.
Sie erhoben ihre Stimme und riefen:
»Nachricht von König Pabel:
Nun gut du magst sie haben [...]
[Die hungrigen nahm sie] an ihre Hand,
die Durstigen nahm sie an ihre Hand.
Sie werden ihr klagend folgen zu Keret, zum Feldlager.
Wie die Kuh nach ihrem Kalb ruft, die [...] für ihre Mütter, so wird auch Udum heulen«
Und Keret der Noble antwortete: [...]

KRT B - Spalte 2
[Etwa 10 Zeilen fehlen, wo Keret vermutlich die angekündigten Taten ausführt.]
[...]mächtiger Baal,
[...]Prinz Yarih,
[...]Kothar-wa-Khasis,
[...]Rahmiya, Prinz Rashp
[...]die Anwesenheit der Götter, dreifach
[...]ehrliche König Keret der Ede [...]
in seinem Haus. Hineingehend er packe es rein und hinausgehend er packte es.[?]
Dann kamen die Begleiter der Götter.
Dann sprach der mächtige Baal:
»So komme, O Freundlicher, El der Wohlwollende!
Mögest du Keret den Edlen segnen, mögest du gewogen sein Naaman,
dem Diener von El« - einen Becher nahm El in seine Hand, ein Fläschchen in seine rechte Hand.
Wahrlich segnete er seinen Diener. El segnete Keret, war gewogen Naaman dem Diener Els:
»Die Frau, die du nahmest, O Keret, dise Frau, die du in dein Haus genommen hast, die junge Frau, die du an deinen Hof gebracht hast, soll sieben Söhne für dich tragen, yeah acht soll sie gebären für dich.
Sie soll Yassib den Diener, einer der die Milch von Asherah saugen soll, einer der die Milch der Brüste der Jungfrau Anath saugen soll, die zwei Ziehmütter der Götter.

KRT B - Spalte 3
[Etwa zehn Zeilen fehlen, in jenen werden die einzelnen Söhne, die Hurriya nach Yassib gebären wird, aufgezählt]
[...]
»Sei großartig erhoben Keret in der Mitt der Gesellschaft des Landes.,
in der Anzahl der Bevölkerung des Reiches.
Auch soll sie Töchter für dich empfangen und gebären:
sie soll die Jungfrau mit dem Namen tragen T[...]
sie soll die Jungfrau mit dem Namen tragen [...]
sie soll die Jungfrau mit dem Namen tragen [...]
sie soll die Jungfrau mit dem Namen tragen [...]
sie soll die Jungfrau mit dem Namen tragen [...]
sie soll die Jungfrau mit dem Namen tragen [...]
Sei großartig erhoben Keret, in der Mitte der Gesellschaft des Landes,
in der Anzahl der Bevölkerung des Reiches.
Den jüngsten von ihnen will ich das Geburtsrecht geben«
Die Götter segneten und zogen weiter.
Die Götter zogen weiter in ihre Zelte,
die Familie von El zu ihren Wohnstätten.
Und die empfing und gebar Söhne für ihn,
und die empfing und gebar Töchter für ihn.
Sehet! In sieben Jahren, waren die Söhne Kerets genau so wie vorhergesagt;
die Töchter von Hurriya ebenso.
Und Ashera erinnerte sich an sein Wort, wie auch Elath seine Bestimmung
und erhob ihre Stimme und rief:
»Sieh nun. Wird der König [...] oder wird der König den Schwur ändern?
So würde auch ich ihn brechen[...]«
[...]

KRT B - Spalte 4
[Ca. sechs Zeilen fehlen]
Seine Füße auf der Fußbank so sitzt er,
Laut zu seiner Frau ruft er:
»Hearken, O geliebte[da steht »Herrin« ich interpretiere das wie bei den Sumeren] Hurriya!
Bereite das fetteste der fettesten Tiere,
öffne ein Fass vom Wein;
Rufe meine siebzig gleichen zusammen [»gleiche« ist hebr. für Familie],
meine achtzig Barone, die gleichen [s.o.] von Hbr dem großen, Hbr dem Giganten.«
[...]
Die geliebte[s.o.] Hurriya gehorcht.
Sie bereitet das fetteste der fetten Tiere;
sie öffnet ein Fass von Wein;
in ihrer Anwesenheit lässt sie die gleichen [s.o.] eintreten;
in ihrer Anwesenheit lässt sie die Barone eintreten, die gleichen [s.o.] von Hbr dem großen, Hbr dem Giganten.
In das Haus des Keret kommen sie, in die Wohnstätte [...]
und in den Pavillon [...] sie schreiten voran,
Die Hand an der Schüssel geht sie voran,
ein Messer wendet sie am Fleische an.
Und die geliebte [s.o.] Hurriya verkündet:
»Zu essen, zu trinken habe ich dir besorgt: euer Herr Keret hat ein Opfer gebracht.«
[Ca. 10 Zeilen fehlen]
KRT B - Spalte 5
[fünf bis sechs fehlende Zeilen]
Sie bereitet das fetteste der fetten Tiere;
sie öffnet ein Fass vom Wein.
[...]Fläschchen[..]
[...]Hbr[...]
[...]
In den Sitz [...] und in den Pavillon. [...]
[...]sie schreiten voran. Ihre Hand an der Schüssel geht sie voran.
Ein Messer wendet sie am Fleische an.
Und die geliebte [s.o.] Hurriya verkündet:
»Zu essen und zu trinken habe ich dir besorgt: [...]«
Für Keret weinen sie, auch als die gleichen [s.o.] sprachen.
Sie weinten wie einer für die Toten.
[...]und in ihrem Herzen da [...]
[...]Finger[...]
[...]
Zum Sonnenuntergang wird Keret kommen, zum Sonnenuntergang unser Herr und er wird regieren.
[...] zur Höhe [...]
Keret der Edle zur Höhe [...]
[...] dein Weib bot an [...]
[...] dein Weib. Er wird hervorbringen [...]
[...] Hbr den großen, Hbr den Giganten.
El der Wohlwollende in Freundschaft [...]
[...] voll [...]
[...]
[Ca. zehn Zeilen fehlen]

KRT B - Spalte 6
höret [...]
dass sie essen und trinken mögen.
Und die Herrin Hurriya verkündete:
»Zu essen, zu trinken habe ich euch gebracht:
euer Herr Keret brachte ein Opfer dar.
In die Gegenwart Kerets sollt ihr gehen«
Wie die Sprache der gleichen [s.o.] ist ihre(deren?) Sprache.
In einer Vision [...] Keret [...]
[Ca. 40 Zeilen fehlen .. vermutlich wird hier darauf hingewiesen, dass Keret krank sei. Und sein Sohn Elhau mit ihm sprechen soll.]



Quelle:
The Legend of King Keret: A Canaanite Epic of the Bronze Age
Authors: H.L.Ginsberg, W.F.Albright, Elimelech
Source: Bulletin of the American Schools of Oriental Research. Supplementary Studies No. 2/3, The Legend of Keret: A Canaanite Epic of the Bronze Age (1946). pp. 1-50
Published by: The American Schools of Oriental Research


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zu Kerret:
dazu:

Psalmstudien: Kolometrie, Strophik und Theologie : ausgewählter Psalmen
von Oswald Loretz
3. Die zwei Körper der Könige von Ugarit - Das Zeugniss des Keretepos:
google-books

Rituale der Seuchen- und Schadensabwehr im Vorderen Orient und Griechenland ...
von Irene Huber
Seuchenabwehr im Keretepos:
google-books




Keret war König der Cheber.
Er verlor Frau und Kind(er) und war traurig, wehleidig klagend.
Gott El kam zu ihm um ihm Trost zu spenden.
Mit "300 * 10.000 Mann" - "wie Heuschrecken" - sollte er auf Rat El´s hin einen Feldzug gegen "Udm" führen, aber keine Geld und Gold verlangen, sondern des Königs (Pebel) Tochter.
Auf der Stecke dahin hielt er in Tyrus und Sidon inne, versprechend die "Gottherrinen" dort reichlich zu belohnen, wenn er erfolgreich sei.
Veni vidi vici ... er war erfolgreich.
Sieben Söhne und acht Mädchen wurden im durch die Tochter Pebel´s geboren.
Doch vergaß Keret sein Versprechen und wurde mit Krankheiten bestraft.
El erschuf eine Heilgöttin um Keret zu helfen.

Soweit eine kurze Zusammenfassung, basierend auf Walter Beltz´s "Das Tor der Götter", indem er sich hierbei auf Virolleaud´s "La légende de Keret" beruft.

Interessant nun folgendes:
Das Land oder Volk "Cheber" erweckt Assoziationen zu den Hebräern des Alten Testaments. In babylonischen, assyrischen, ägyptischen und ugaritischen Texten finden sich häufig Hinweise auf apiru-hapiru-habiru-Leute.
Das ist der selbe Name wie Cheber.

Der Name der Braut (Pebel´s Tochter) ist wohl "Meset-Cherij"

(frei nach Walter Beltz)

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